Dat plattdütsche Land
Von
Luiserl
Samstag 13.02.2021, 10:12
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Luiserl
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Bild:lietzow-auf-ruegen-waldgebiet-bodden
Ick weit en Land, wat mi geföllt,
wat mi geföllt von Harten,
wat mi mit dusend Reden höllt,
alltid in Freud`un Smarten.
Kein Barg nich strewen hewenhoch,
dor ruscht keen Water nedder,
ne, Saat un Wischen füht dat Og
un Saat un Wischen wedder.
Un Dannen hier un Dannen dor
Un Fichten, Eiken, Bäuken,
un söchst du Seen hell un klor,
denn mötst du hier sei säuken.
Doch söchst du Tru un Glowen ok,
hett Falschheit di verdraten,
kumm her, tred in, dor wo de Rok
tüht lising ut den Katen!
Dor klingt di `furtsen an din Ohr,
dor wardst `ne Sprak du hüren,
`ne Sprak so weik, so tru un wohr,
de`t bindelst Hart deiht rühren.
`ne Sprak, de lacht, `ne Sprak, de rohrt,
`ne Sprak so lud`, so lisen –
O plattdütsch Land un Sprak un Ort,
Juch will ick ümmer prisen!
lietzow auf ruegen waldgebiet bodden | Reiseblog Rügen
Felix Stillfried, Niederdeutscher Lyriker, 1851- 1910
(Aus: Mecklenburgische Lyrik, Hamburg, Otto Meißners Vlg., 1900)