Abschiedsschmerz
Von
Fiddigeigei
18.07.2021, 11:16 – geändert 18.07.2021, 11:19
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Fiddigeigei
18.07.2021, 11:16 – geändert 18.07.2021, 11:19
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Abschied
Liebe Leute
will kurz mich fassen,
denn ich werde euch verlassen
doch nur ein paar Tage
dann bin ich zurück
zu euerm Leide oder aber Glück?
Gedichtet als ich sass auf dem Balkone
mit Goethe, an einem Abend spöte
bei einem Glase Wein,
das musste sein.
Willkommen und Abschied
Es schlug mein Herz. Geschwind, zu Pferde!
Und fort, wild wie ein Held zur Schlacht.
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht.
Schon stund im Nebelkleid die Eiche
Wie ein getürmter Riese da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.
Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah schläfrig aus dem Duft hervor,
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr.
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
Doch tausendfacher war mein Mut,
Mein Geist war ein verzehrend Feuer,
Mein ganzes Herz zerfloß in Glut.
Ich sah dich, und die milde Freude
Floß aus dem süßen Blick auf mich.
Ganz war mein Herz an deiner Seite,
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosenfarbnes Frühlingswetter
Lag auf dem lieblichen Gesicht
Und Zärtlichkeit für mich, ihr Götter,
Ich hofft' es, ich verdient' es nicht.
Der Abschied, wie bedrängt, wie trübe!
Aus deinen Blicken sprach dein Herz.
In deinen Küssen welche Liebe,
O welche Wonne, welcher Schmerz!
Du gingst, ich stund und sah zur Erden
Und sah dir nach mit nassem Blick.
Und doch, welch Glück, geliebt zu werden,
Und lieben, Götter, welch ein Glück!
(Johann Wolfgang von Goethe
Machets gut, bleibt brav und seid schön fromme
bis dereinst ich wiederkomme.