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ABEND ZWISCHEN FELDERN

Von Seherin Mittwoch 26.05.2021, 18:33

Der Tag war reich.
Sein Segen liegt in Garben übers Feld
voll erstem Ernteduft.
Die Nacht wird blau. Verstreuter Wind
schlägt leise Wogen auf im Weizenfeld.
Die Stille singt.

Wie ließen unsre Hände langsam los
vom Werk des Tages, das uns Freude schuf.
Ein Lied tönt friedlich über Felder hin,
dann noch ein letzter Kinderruf.

O goldne Welt!
Um deine Schönheit in uns festzuhalten,
wenn sie in hohen Stunden uns ergreift,
verbleibt uns nur ein stummes Händefalten.

Josef Schneider

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