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Das Münster gehört trotz seiner geringen Größe zu den großartigen gotischen Architekturen im Süden des mittelalterlichen Reiches. Aufriss und Gewölbe bieten Beispiele für die Kunstsprache der Hoch- wie der Spätgotik, der triforienlose Innenaufriss des Langhaus-Mittelschiffs ist typisch für den Südwesten des Reiches (vgl. etwa Martinsmünster Colmar, Freiburger Münster, Ulmer Münster).Einzigartig und eines der beiden Prunkstücke des Münsters ist das 18 Meter hohe und 8 Meter breite Portal an der wohlproportionierten Westfassade: Die beiden eigentlichen Portale mit Archivolten, Gewändefiguren und Tympana werden von einem weiteren und entsprechend größeren Portaltrichter überfangen, der seinerseits drei Archivolten und ein fünfzeiliges Tympanon besitzt. Diese Komposition bietet Raum für 150 skulpturale Szenen, in denen sich etwa 500 einzelne Figuren tummeln. Unmittelbar oberhalb des Portals Christus als Weltenrichter mit Johannes dem Täufer und der Gottesmutter. Im Dachgiebel der Heilige Theobald mit Pilgern. An den Langhausseiten je 4 Strebebögen. Fialen und Figuren 19. Jahrhundert. Das zweite Prunkstück ist der Turm, einer der wenigen mit einem mittelalterlichen Maßwerkhelm (Höhe 22 Meter; spätgotisches Maßwerk; deutliche Nähe zum Basler Münster). Gesamthöhe des Turms 76 Meter; ab 40 Meter Höhe achteckig; offene Treppenspindel in der Südost-Ecke; älteste Glocke von 1467. Im Innern u. a. Sitzfigur des Heiligen Theobald; Winzermadonna um 1510; im Chor Apostelstatuen aus dem 15. Jahrhundert; Hauptaltar von 1845; barocke Wandgemälde von F. Hillenweck; das Chorgestühl (nach 1442) ist eines der schönsten im Elsass und mit einer Vielzahl phantasievoller Details versehen (Restaurierung 1900-1902,Verlängerung nach Osten 1906). Glasgemälde des 15. Jahrhunderts.Text aus Wikipedia. Fotos von mir.