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Karl Henckell (1864-1929)GewitterEs

Von susistrolchi Montag 12.07.2010, 11:50

Karl Henckell (1864-1929)GewitterEs wetterleuchtet durch die Nacht,Die Donner, sie rollen von ferne,Die Wolken stürmen zur wilden Schlacht,Und ängstlich verlöschen die Sterne.Es jagt und wettert und kracht und braust,Wie wenn in Lüften der Böse haust -Was schmiegst du dich an mich mit Zittern?He, holla! Mich freut das Gewittern.Kennst du das Leben, mein liebes Kind?Ach nein, du tändelst in Träumen.Oft stürmt durch das Leben der WirbelwindUnd reißt an den knorrigsten Bäumen.Unter Donner und Blitzen, in stürmischer NachtSchlägt der Mensch mit dem Schicksal die lustige Schlacht.Was schmiegst du dich an mich mit Zittern?He, holla! Mich freut das Gewittern.Wie brannte die Sonne so heiß und so dumpf!Die Bäume, sie rangen nach Odem;Nun flutet es feucht, und der dürrste StumpfSaugt ein den köstlichen Brodem.Wenn träge die Sonne das Leben verbrennt,Willkommen dann, schlagendes Element!Lass ab von Zagen und Zittern,He, holla! Mich freut das Gewittern.Mich hätte das Gewitter auch gefreut, wenn es denn auch ein "richtiges" gewesen wäre. Vorhin brauste hier mal ein kurzes heftiges Windchen durch die Gegend, das den ganzen Schmutz der Strassen aufwirbelte, jetzt "tröpfelt" es ein wenig. Na ja, besser als Garnichts.Einen schönen Wochenbeginn wünsche ich Euch.Marianne

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