Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

0 1

Johann Heinrich Voß (1751-1826)Der

Von susistrolchi Samstag 13.11.2010, 07:18

Johann Heinrich Voß (1751-1826)Der HerbstgangDie Bäume stehn der Frucht entladen,Und gelbes Laub verweht ins Talas Stoppelfeld in SchimmerfadenErglänzt am niedern Mittagsstrahl.Es kreist der Vögel Schwarm, und ziehetas Vieh verlangt zum Stall, und fliehetDie magern Aun, vom Reife fahl.Ein weiser Mann, ihr Lieben, haschetdie Freuden im Vorüberfliehn,Empfängt, was kommt unüberraschet,Und pflückt die Blumen, weil sie blühn.Und sind die Blumen auch verschwunden;So steht am Winterherd umwundenSein Festpokal mit Immergrün.Natur, wie schön in jedem Kleide!Auch noch im Sterbekleid wie schön!Sie mischt in Wehmut sanfte Freude,Und lächelt tränend noch im Gehen.Du, welkes Laub, das niederschauert,Du Blümchen, lispelst: Nicht getrauert!Wir werden schöner auferstehn!Eben, die Blumen werden im nächsten Frühling wieder blühen, die Bäume wieder grün werden und wir können wieder bei schönem Wetter wandern.Man darf die Hoffnung nicht aufgeben, auch dieses Schmutzwetter hat irgendwann ein Ende. Liebe GrüßeMarianne Mehr Gedichte aus:HerbstgedichteMehr Gedichte von:Johann Heinrich Voß.

Kommentieren
Regional > Aachen > Forum > Johann Heinrich Voß (1751-1826)Der