Friedrich Rückert (1788-1866)Das JahrIn einem Lande möcht’ ich wohnen,Wo der Natur gesetzter ZwangHinwandeln läßt durch glüh’nde ZonenDes Jahres unverrückten Gang;Wo nach des Winters RegengüssenEin langer fester Sommer kommtUnd auch die Menschen fühlen müssen,Dass nicht ein wirrer Wechsel frommt.Und wäre das mir nicht beschieden,So möcht’ ich wohnen an dem Pol,Wo eines tiefen Winters FriedenIch mir ließ auch gefallen wohla muss des Menschen Geist versenkenSich können in des Daseins SchachtUnd still sich nach den Sternen lenkenIn ewig heller Winternacht.Unselig ist der Mitte Schwanken,Dem hier wir unterworfen sind,Wo Stunden wechseln wie GedankenUnd die Gedanken wie der Wind;Wo keine ruhige EntfaltungErlaubt des Jahrlaufs wilde HastUnd in verworrner WelthaushaltungMensch und Natur hat nirgends Rast. im moment haben wir wieder solch ein "schwankendes" wetter, aber heute konnten wir uns wahrlich nicht darüber beschwerenmarlies
Friedrich Rückert (1788-1866)Das JahrIn einem Lande möcht’ ich wohnen,Wo der Natur gesetzter ZwangHinwandeln läßt durch glüh’nde ZonenDes Jahres unverrückten Gang;Wo nach des Winters RegengüssenEin langer fester Sommer kommtUnd auch die Menschen fühlen müssen,Dass nicht ein wirrer Wechsel frommt.Und wäre das mir nicht beschieden,So möcht’ ich wohnen an dem Pol,Wo eines tiefen Winters FriedenIch mir ließ auch gefallen wohl
a muss des Menschen Geist versenkenSich können in des Daseins SchachtUnd still sich nach den Sternen lenkenIn ewig heller Winternacht.Unselig ist der Mitte Schwanken,Dem hier wir unterworfen sind,Wo Stunden wechseln wie GedankenUnd die Gedanken wie der Wind;Wo keine ruhige EntfaltungErlaubt des Jahrlaufs wilde HastUnd in verworrner WelthaushaltungMensch und Natur hat nirgends Rast. im moment haben wir wieder solch ein "schwankendes" wetter, aber heute konnten wir uns wahrlich nicht darüber beschwerenmarlies