Die Nacht Wie schön, hier zu verträumen Die Nacht im stillen Wald, Wenn in den dunklen Bäumen Das alte Märchen hallt. Die Berg im MondesschimmerWie in Gedanken stehn,Und durch verworrne Trümmer Die Quellen klagend gehn.Denn müd ging auf den Matten Die Schönheit nun zur Ruh,Es deckt mit kühlen Schatten Die Nacht das Liebchen zu. Das ist das irre Klagen In stiller Waldespracht, Die Nachtigallen schlagenVon ihr die ganze Nacht. Die Stern gehn auf und nieder -Wann kommst du, Morgenwind, Und hebst die Schatten wieder Von dem verträumten Kind?Schon rührt sichs in den Bäumen, Die Lerche weckt sie bald - So will ich treu verträumen Die Nacht im stillen Wald. Kein Knuddel-, aber ein, wie ich finde, sehr schönes Gedicht von Joseph von Eichendorff
Die Nacht Wie schön, hier zu verträumen Die Nacht im stillen Wald, Wenn in den dunklen Bäumen Das alte Märchen hallt. Die Berg im MondesschimmerWie in Gedanken stehn,Und durch verworrne Trümmer Die Quellen klagend gehn.Denn müd ging auf den Matten Die Schönheit nun zur Ruh,Es deckt mit kühlen Schatten Die Nacht das Liebchen zu. Das ist das irre Klagen In stiller Waldespracht, Die Nachtigallen schlagenVon ihr die ganze Nacht. Die Stern gehn auf und nieder -Wann kommst du, Morgenwind, Und hebst die Schatten wieder Von dem verträumten Kind?Schon rührt sichs in den Bäumen, Die Lerche weckt sie bald - So will ich treu verträumen Die Nacht im stillen Wald. Kein Knuddel-, aber ein, wie ich finde, sehr schönes Gedicht von Joseph von Eichendorff