Auf die nunmehr angekommene kalte WinterzeitDer Winter hat sich angefangen /Der Schnee bedeckt das ganze Land /Der Sommer ist hinweg gegangenDer Wald hat sich in Reif verwandt.Die Wiesen sind von Frost versehret /Die Felder glänzen wie Metall /Die Blumen sind in Eis verkehret /Die Flüsse stehen wie harter Stahl.Wohlan wir wollen von uns jagenDurchs Feuer das kalte Winterleid /Kommt / Lasst uns Holz zum Herde tragenUnd Kohlen dran / jetzt ist es Zeit.Last uns den Firnewein hergebenDort unten aus dem großen FassDass ist das rechte Winterleben:Ein heiße Stub' und kühles Glas.Wir wollen spielen / scherzen / essen /So lang' uns noch kein Geld gebricht /Doch auch der Schönsten nicht vergessen /Denn wer nicht liebt / der lebet nicht.Wir haben den noch genug zu sorgenWann nun das Alter kommt heran /Es weiß doch keiner was ihm morgenNoch für ein Glück begegnen kann.Johann von Rist (1607-1667)
Auf die nunmehr angekommene kalte WinterzeitDer Winter hat sich angefangen /Der Schnee bedeckt das ganze Land /Der Sommer ist hinweg gegangenDer Wald hat sich in Reif verwandt.Die Wiesen sind von Frost versehret /Die Felder glänzen wie Metall /Die Blumen sind in Eis verkehret /Die Flüsse stehen wie harter Stahl.Wohlan wir wollen von uns jagenDurchs Feuer das kalte Winterleid /Kommt / Lasst uns Holz zum Herde tragenUnd Kohlen dran / jetzt ist es Zeit.Last uns den Firnewein hergebenDort unten aus dem großen FassDass ist das rechte Winterleben:Ein heiße Stub' und kühles Glas.Wir wollen spielen / scherzen / essen /So lang' uns noch kein Geld gebricht /Doch auch der Schönsten nicht vergessen /Denn wer nicht liebt / der lebet nicht.Wir haben den noch genug zu sorgenWann nun das Alter kommt heran /Es weiß doch keiner was ihm morgenNoch für ein Glück begegnen kann.Johann von Rist (1607-1667)